167_Gedichte: Das gedichte machen

Ja, mit dem Dichten ist’s so eine Sache,
über die ich selber gerne lache.
Denn oft ist es gar nicht leicht,
dass man das, was man sich vornimmt,
auch wirklich erreicht.

Man formt sich Wörter, Satz für Satz,
und merkt am Ende – welch ein Schatz?
Nein, eher mehr Geschwätze,
Gedankenreste, Reimfragmente,
verzettelte Wortfetzen-Sätze.

Die Welt ist ohnehin schon übersättigt,
mit Texten reichlich übermächtigt.
Drum denk ich mir – ganz unbeschwert –
vielleicht wär Schweigen mehr wert.

Doch kaum hab ich mir’s vorgenommen,
ist schon ein neuer Reim gekommen …
und wieder sitz ich da
und dichte – wunderbar.

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