Manchmal fragt man sich, wie es überhaupt so weit kommen kann. Da sitzen irgendwo Menschen an großen Tischen, zeichnen Linien auf Landkarten und beschließen, dass andere für ihre Entscheidungen sterben sollen. Und plötzlich stehen wir wieder vor denselben Tragödien, die die Menschheit seit Jahrhunderten verfolgt: zerstörte Städte, zerbrochene Familien, Tränen, die nie versiegen.
Im Krieg gibt es keine Gewinner. Es gibt nur Menschen, die verlieren: Kinder, die ihre Eltern nie wiedersehen. Frauen, die auf Nachricht warten, die nie kommen wird. Mütter, die ein Foto umklammern, als wäre es das letzte Stück Wärme, das ihnen bleibt. Und Männer, die an die Front geschickt werden, obwohl ihr größter Wunsch vielleicht einfach nur ein friedlicher Abend zuhause gewesen wäre.
Das Absurde daran ist: Auf beiden Seiten stehen Menschen, die sich niemals etwas getan haben. Menschen, die dieselben Hoffnungen, dieselben Sorgen, dieselben Ängste teilen. Und doch sollen ausgerechnet sie gegeneinander kämpfen. Für was? Für wen?
Wer hat das Recht, andere in einen Krieg zu schicken? Wer nimmt sich heraus, über Leben und Tod Unschuldiger zu entscheiden?
Kriege entstehen in Köpfen — und dort könnten sie auch enden. Wenn wir endlich begreifen, dass Menschlichkeit nie Feind sein darf. Dass Frieden nicht verordnet werden kann, sondern gelebt werden muss. Und dass kein Konflikt der Welt so wichtig ist, dass dafür ein einziges Leben geopfert werden dürfte.
Am Ende bleibt nur die Erkenntnis: Krieg ist Wahnsinn. Und wir alle tragen die Verantwortung, ihn nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
















