236_Marienwarte Teil 2

Teil 2 – Die Bauzeit der Marienwarte

Nach der Entscheidung für den Standort am Reinberg begannen im Jahr 1891 die Bauarbeiten. Für die damalige Zeit war der Bau eines rund 20 Meter hohen Aussichtsturms eine beachtliche Leistung. Moderne Baumaschinen gab es noch nicht. Jeder Ziegelstein, jeder Holzbalken und jedes Werkzeug mussten mühsam mit Pferdefuhrwerken zur Baustelle gebracht werden.

Steinmetze, Maurer und Zimmerleute arbeiteten Hand in Hand. Mit einfachen Hilfsmitteln, viel Erfahrung und großem handwerklichem Können wuchs die Marienwarte Woche für Woche in die Höhe. Holzgerüste umgaben den Turm, während Schubkarren, Flaschenzüge und Leitern den Arbeitsalltag bestimmten.

Der Verschönerungsverein verfolgte den Bau mit großem Interesse. Für die Menschen in Wels entstand nicht einfach nur ein Aussichtsturm – es entstand ein neues Wahrzeichen, das den Bürgerinnen und Bürgern viele Generationen lang Freude bereiten sollte.

Als die letzten Ziegel vermauert und die Turmspitze fertiggestellt war, war klar: Der Reinberg hatte ein neues Wahrzeichen erhalten.

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