• 141_Pensionistenstress – Mittwoch

    Pensionistenstress – Mittwoch

    Mittwoch ist mein geheimer Ausschlaftag. Dachte ich zumindest. Die Vögel im Garten hatten andere Pläne. Um halb sieben ist Konzertbeginn. Ohne Eintritt, ohne Pause. Also raus, Futter nachfüllen, gähnen. Während sie zufrieden picken, frage ich mich, wie ich früher gearbeitet habe. Heute fehlt mir dafür eindeutig die Zeit.

  • 140_Pensionistenstress-Dienstag

    Der Dienstag startet ruhig. Kein Wecker, kein Druck. Bis ich in die Küche komme. Die Katze sitzt vor dem Napf und schaut beleidigt. Ein Blick, der sagt: „Du bist spät.“ Diskussion zwecklos. Also füttern. Pensionist zu sein heißt nicht frei zu sein. Es heißt, ständig beobachtet zu werden – von Wesen mit Schnurrhaaren.

  • 139_Pensionistenstress – Montag

    Montag. Früher war das der Tag, an dem man sich aus dem Bett gequält hat. Heute wäre Ausschlafen möglich – theoretisch. Praktisch sitzt der Hund schon neben dem Bett und schaut mich an, als hätte er einen Termin beim Bürgermeister. Also aufstehen. Leine nehmen. Rausgehen. Pensionistenstress beginnt dort, wo andere glauben, man hätte Zeit.

  • 138_Wirthausgeschichten

    Das Pantscherl vom Kohlenkeller

    Um 1970 war der „Goldene Hirschen“ das zweite Wohnzimmer der halben Stadt. Und Alois war sein unangefochtener Herrscher: laut, breitschultrig, mit einer Stimme wie ein leerer Mostkrug. Olga wirbelte zwischen Tischen und Zapfhahn, hübsch, resolut – und seit einiger Zeit mit einem Glanz in den Augen, den Alois nicht kannte.

    Der Glanz trug den Namen Fred. Neu in der Stadt, geschniegelt, immer ein Lächeln auf den Lippen und ein Trinkgeld in der Hand. Wenn Olga ihm das Bier brachte, blieb sein Blick zu lange, sein Lächeln zu offen. Und Olgas Schritte wurden langsamer, ihr Lachen leiser.

    Als Alois krank im Bett lag, rutschte eines Abends ein Zettel mit dem Krug über den Tisch: 22 Uhr. Kellerstiege.
    Unten, zwischen Kohlen und Staub, trafen sich Wärme und Verlangen. Heimlich. Atemlos. Tag für Tag, solange oben nur Stille und Husten herrschten.

    Doch Wirtshäuser haben Ohren. Und Böden, die Geräusche tragen.

    Als Alois wieder hinter der Schank stand, merkte er, dass etwas nicht stimmte. Olga verschwand. Fred auch. Zu oft. Zu lang. Eines Abends folgte Alois ihnen. Leise. Die Kellerstiege hinunter.

    Was er hörte, reichte.

    Mit einem Ruck riss er die Tür auf. Stille. Drei Blicke. Dann explodierte der Keller in Worten. Alois schrie, Fred wich zurück, Olga weinte und griff ins Leere. Alois stolperte einen Schritt nach vorn, die Hand an der Brust, das Gesicht plötzlich aschfahl. Er wollte noch etwas sagen – vielleicht fluchen, vielleicht flehen – doch es kam nur ein heiserer Laut.

    Er sackte zwischen Kohlesäcken zusammen.

    Fred rannte. Olga schrie. Oben im Wirtshaus verstummten die Gläser.

    Alois starb, bevor der Doktor kam. Der „Goldene Hirschen“ sperrte Monate später wieder auf. Mit neuer Wirtin. Ohne Fred. Und mit einem Kohlenkeller, den niemand mehr allein betreten wollte.

  • 137_Wels in 46,00 Sekunden Friedhof

    Ein Ort der Ruhe und des Friedens

  • 136_Wels in 46,00 Sekunden Marienwarte

    1891 wurde die 22,8 Meter hohe Marienwarte am Reinberg erbaut Der Platz dafür von Maria und Johann Ploberger Platz für den Turmbau kostenlos zur Verfügung gestellt. Daher der Name

  • 135_Wels in 46,00 Sekunden Der Reinberg

    Der Reinberg in Wels Thalheim hat viele schöne Orte zu bieten.

  • 134_Wels in 46,00 Sekunden, heute Flugplatz

    Der Flugplatz Wels wurde 1972 eröffnet und bietet die Möglichkeit von Rundflügen, Fallschirmspringen, Modellflieger und Ausbildung Segelflugschein und Leichtflugpilotenlizenz