Kategorie: Gedichte/Sprüche

Ich mag Gedichte und schöne kluge Sprüche

  • 164_Gedichte: Der Schnee

    Schneekristall zur Erde schwebt,
    der die Welt in Weiß nun legt.
    Friedlich ruht er auf der Erde,
    wartend, ob gebraucht er werde. Freude kann er, Ärger bringen,
    ist zu schimpfen oder singen.
    Still erfüllt er seinen Zweck,
    bis die Sonne ihn zerschmelzt – hinweg

  • 163_Gedichte_ Für Mama

    Ich warf zu meiner Mutterliebe
    manchmal Sand ins Getriebe.
    Ich schäme mich, verzeihe mir,
    welch großen Schmerz bereit’ ich dir.

    Auch in der Not hilfst du mir,
    ich dank dir tausendmal dafür.
    Gefühle kann ich schwerlich zeigen,
    doch dieses Gedicht will ich dir schreiben.

    Beachte es umso mehr,
    denn zeigen fällt mir wirklich schwer.
    Diese Zeilen sind nicht viel – doch ehrlich,
    Mama, du bist mir unentbehrlich.

  • 162_Gedicht: Für Dorli

    Für Dorli

    Wenn mein Herz zu pochen beginnt,
    werd ich fröhlich und beschwingt,
    dann denke ich an Dorli.

    Steh ich im Aufzug, lächelt eine keck,
    steck ich’s locker einfach weg,
    sie ist nicht wie Dorli.

    Wenn ich in zwei blaue Augen schau,
    fühl ich eines ganz genau:
    Die sind von meiner Dorli.

    Schau ich einer Frau auf die Brust,
    wird mir sicher gleich bewusst,
    keine Chance gegen Dorli.

    Lacht ein Mädchen herzhaft laut,
    ist schon wieder alles verhaut,
    keine lacht wie Dorli.

    Wird eine Frau ganz wild und schreit,
    dann ist sicher weit und breit
    nirgends meine Dorli.

    Denk ich an etwas Schönes, Reines,
    so ist’s sicherlich nur eines:
    Das Wesen von der Dorli.

    Lieg ich am Abend spät noch wach,
    so denk ich noch lange nach,
    ich denk so gern an Dorli.

    Träum ich von meiner Königin,
    schweb ich federleicht dahin
    zu ihr, zu meiner Dorli.

    Die Verse sind nun leider aus,
    hab keinen Blumenstrauß
    für meine Dorli.

  • 161_Gedicht: Die Wahrheit

    Die Wahrheit

    Ein jeder Mensch trägt seinen Schleier,
    mal schwer wie Blei, mal leicht wie Feier.
    Er senkt ihn selten, hebt ihn sacht,
    damit ihn keiner bloß belacht.

    Fällt er jedoch und wird es Licht,
    verändert sich das Angesicht.
    Man steht nicht größer, nicht als Held,
    doch ehrlicher in seiner Welt.

    Wer aber scheut des Lichtes Schein,
    bleibt, wie er war, im alten Sein.
    Mit Lachen laut und Maske stumm
    macht er sich selbst zum eignen Clown.

    So wird es heute wieder sein,
    der eine groß, der andre klein.
    Der eine wagt, der andre schweigt,
    weil Wahrheit manchmal Klarheit zeigt.

  • 063_Der Besen

    Der Besen

    Der Besen kehrt den Staub zu Haufe,

    und er hat am Stiel ’ne Schlaufe

    damit er platzsparend hängen kann,

    im Raume nebenan.

    Hängt er dann ganz Gottverlassen

    zwischen Töpfen, Kannen und Tassen,

    schaut ihn lang keiner mehr an

    weil er ja nur kehren kann.