Kategorie: Wels

Wels#Foto#Geschichte#Allerlei

  • 242_Igor der Igel vom Sonnenberg

    Igor und der Weg auf den Sonnenberg

    Am Rand eines großen Waldes lebte ein kleiner Igel namens Igor. Unter den kräftigen Wurzeln einer alten Buche hatte er sich aus Laub, Moos und einigen weichen Federn ein gemütliches Zuhause gebaut. Igor war freundlich, aber eher still. Wenn sich die anderen Tiere unterhielten, saß er oft etwas abseits und beobachtete ihre Gesichter und Bewegungen. Igor konnte nämlich seit seiner Geburt nur sehr wenig hören. Manche Stimmen erreichten ihn überhaupt nicht, andere klangen wie ein fernes Murmeln. Hinter dem Wald erhob sich der Sonnenberg. Für Menschen wäre er nur ein großer Hügel gewesen, doch für die kleinen Tiere wirkte er gewaltig. Der Weg zum Gipfel war steil, voller Wurzeln und loser Steine, und ganz oben stand ein uralter Apfelbaum. Jedes Jahr trug dieser Baum nur einen einzigen goldgelben Apfel, der in der Morgensonne so hell leuchtete, dass man ihn vom Waldrand aus erkennen konnte.

    Eines Tages verkündete der Fuchs, dass am nächsten Morgen ein Wettlauf auf den Sonnenberg stattfinden sollte. Wer als Erster den alten Apfelbaum erreichte, durfte den goldenen Apfel pflücken. Sofort meldeten sich der Hase, das Eichhörnchen, der Dachs und einige andere Tiere an. Als Igor vorsichtig eine Pfote hob und zeigte, dass auch er teilnehmen wollte, begannen manche zu lachen. Der Hase meinte, dass der Apfel längst verfault sein würde, bevor Igor mit seinen kurzen Beinen den Gipfel erreichte. Der Fuchs riet ihm, lieber im Tal zu bleiben, damit er sich nicht verletzte. Igor verstand ihre Worte jedoch nicht. Er sah nur, wie sie auf den Berg zeigten und aufgeregt mit den Pfoten gestikulierten. Deshalb glaubte er, sie würden ihm den Weg erklären und ihm Mut machen.

    Am nächsten Morgen versammelten sich alle Tiere am Fuß des Sonnenberges. Kaum hatte der Specht dreimal gegen einen Baumstamm geklopft, stürmten die Teilnehmer los. Der Hase sprang davon, das Eichhörnchen kletterte geschickt über Wurzeln und der kräftige Dachs schob sogar kleinere Steine zur Seite. Igor dagegen setzte langsam eine Pfote vor die andere. Schon bald waren die anderen weit voraus, doch der kleine Igel ließ sich nicht beirren. Der Weg wurde immer steiler und die Sonne brannte heiß auf den trockenen Boden. Das Eichhörnchen versuchte über einen umgestürzten Baumstamm abzukürzen, rutschte jedoch ab und gab enttäuscht auf. Wenig später wurden die Beine des Dachses schwer, und auch er kehrte um. Schließlich erreichte der Hase den schmalen Pfad zwischen den Felsen. Dort blies ihm ein kräftiger Wind entgegen, Staub wirbelte in seine Augen und lose Steine rutschten unter seinen Pfoten weg. Als er nach unten blickte, verlor er den Mut und lief zurück ins Tal. Auf seinem Rückweg begegnete er Igor und rief ihm zu, dass er ebenfalls umkehren sollte. Igor sah nur, wie der Hase heftig mit den Pfoten winkte, und glaubte, er würde ihn anfeuern. Dankbar nickte er und ging weiter.

    Mittlerweile hatten sich die Tiere unten am Waldrand versammelt. Besorgt sahen sie zu Igor hinauf und riefen ihm zu, dass der Weg zu gefährlich sei und er es niemals schaffen könne. Doch Igor hörte nur ein leises Rauschen. Er sah die Tiere winken und ihre Pfoten in die Luft strecken. In seinem Herzen verwandelten sich ihre Warnungen in aufmunternde Zurufe. Er war fest davon überzeugt, dass alle an ihn glaubten. Kurz vor dem Gipfel stolperte Igor über eine Wurzel, rollte ein Stück den Hang hinunter und blieb erschöpft zwischen zwei Steinen liegen. Seine Pfoten schmerzten und der Staub klebte zwischen seinen Stacheln. Einen Augenblick lang wollte er aufgeben, doch dann blickte er nach oben und sah den goldenen Apfel in der Sonne leuchten. Igor richtete sich wieder auf. Er dachte nicht mehr an den ganzen schwierigen Weg, sondern nur noch an den nächsten kleinen Schritt. Danach machte er noch einen und dann wieder einen.

    Als Igor schließlich den Gipfel erreichte, legte sich der Wind. Vor ihm stand der alte Apfelbaum, mächtig und still, und der goldene Apfel hing an einem tiefen Ast, als hätte er die ganze Zeit nur auf den kleinen Igel gewartet. Unten am Waldrand brachen die Tiere in Jubel aus. Auf dem Rückweg trug Igor den Apfel stolz auf seinem Rücken. Alle Tiere kamen ihm entgegen und begleiteten ihn das letzte Stück bis zum Wald. Der Hase fragte ihn, wie er weitergehen konnte, obwohl ihm alle zugerufen hatten, dass er umkehren sollte. Igor sah ihn erstaunt an und antwortete: „Ihr habt mir doch zugerufen, dass ich es schaffen werde.“ Erst jetzt verstanden die Tiere, dass Igor ihre Worte nicht gehört und ihre warnenden Bewegungen für Aufmunterung gehalten hatte. Beschämt senkten sie ihre Köpfe. Igor aber war nicht böse. Er teilte den goldenen Apfel in viele kleine Stücke, sodass jedes Tier etwas davon bekam – sogar der Hase, der ihn am lautesten verspottet hatte.

    Von diesem Tag an lachten die Tiere über niemanden mehr, der ein großes Ziel hatte. Wenn jemand vor einer schwierigen Aufgabe stand, erinnerten sie sich an Igor und riefen ihm Mut zu. Igor blieb derselbe stille kleine Igel mit den kurzen Beinen. Doch wenn am Abend die Sonne hinter dem Berg verschwand, konnte man ihn manchmal auf dem Gipfel sitzen sehen. Dann blickte er hinunter auf den Wald und wusste, dass kein Berg zu hoch war, solange man bereit war, Schritt für Schritt weiterzugehen.

    Die Moral von der Geschichte:

    Worte können einem Menschen den Mut nehmen, aber sie können ihm auch neue Kraft geben. Darum sollte man jemanden, der ein großes Ziel verfolgt, niemals entmutigen. Und wenn dir andere einreden wollen, dass du etwas nicht schaffen kannst, dann mach es wie Igor: Höre nicht auf sie, glaube an dich und gehe deinen Weg Schritt für Schritt weiter.

  • 215_Wels in 46,00 Sekunden

    Heute Traunwehr

    Die Traunwehr bei Gunskirchen steht an der Traun westlich von Wels und ist Teil der wasserwirtschaftlichen Anlagen, die mit dem Kraftwerk Traunleiten verbunden sind. Die Traun zählt zu den wichtigsten Flüssen Oberösterreichs und war schon früh ein bedeutender Verkehrs- und Wirtschaftsweg. Neben der Nutzung für Schifffahrt und Mühlen spielte später vor allem die Energiegewinnung eine zentrale Rolle.

    Mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert begann man verstärkt damit, die Wasserkraft der Traun zur Stromerzeugung zu nutzen. In diesem Zusammenhang entstanden mehrere Wehranlagen und Kraftwerke entlang des Flusses. Die Wehr bei Gunskirchen dient dazu, den Wasserstand der Traun zu regulieren und das Wasser gezielt in den Kraftwerksbereich zu leiten.

    Das benachbarte Kraftwerk Traunleiten gehört zu den größeren Wasserkraftwerken in der Region. Durch das Wehr wird das Wasser aufgestaut und anschließend über Turbinen geleitet, wodurch elektrische Energie erzeugt wird. Diese Form der Stromproduktion zählt zu den erneuerbaren Energien und hat in Oberösterreich eine lange Tradition.

    Neben der technischen Funktion prägt die Wehr auch die Landschaft der Umgebung. Die Staubereiche schaffen ruhige Wasserflächen, während an den Überlaufstellen die enorme Kraft des Wassers sichtbar wird. Gerade bei höherem Wasserstand ist das Rauschen des Wassers weithin zu hören.

    Heute ist die Umgebung des Traunwehrs auch ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Radfahrer. Der nahegelegene Traunradweg führt an mehreren Stellen entlang des Flusses und bietet immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Wasserlandschaft.

    Damit verbindet der Ort zwei Welten: auf der einen Seite moderne Technik zur Energiegewinnung, auf der anderen Seite eine naturnahe Flusslandschaft, die vielen Menschen als Erholungsraum dient. Für Wels und die umliegende Region ist die Nutzung der Traun bis heute ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur und Energieversorgung.

  • 214_Die Taube am Taschentuchbaum

    m Burggarten von Wels steht ein Baum, den viele nur kurz anschauen und weitergehen – der Taschentuchbaum, der im Frühling seine weißen „Tücher“ in den Himmel hängen lässt, als hätte jemand die Wäsche vergessen. Ich bin darunter gestanden, schau nach oben, und genau in dem Moment sitzt da eine Taube auf einem Ast und schaut mich an, als hätte sie einen Auftrag. Nicht irgendeine Taube – die ist geschickt worden, und zwar von Kaiser Maximilian persönlich. Ihre Aufgabe? Aufpassen, beobachten und schauen, ob in Wels noch alles halbwegs in Ordnung ist. Sie rückt ein Stück näher, legt den Kopf schief und mustert mich, als würde sie entscheiden, ob ich unter „passt schon“ falle oder eher unter „den merk ich mir“. Und während über uns die weißen Blätter wie Taschentücher im Wind flattern, wirkt das Ganze plötzlich wie eine Szene aus einer anderen Zeit. Vielleicht ist der Baum mehr als nur ein Baum, vielleicht ein Treffpunkt zwischen früher und heute – und die Taube halt der kleine Kurier, der ab und zu nachschaut. Ich hab sie dann lieber in Ruhe gelassen… man weiß ja nie, was sie dem Kaiser berichtet.

  • 137_Wels in 46,00 Sekunden Friedhof

    Ein Ort der Ruhe und des Friedens

  • 136_Wels in 46,00 Sekunden Marienwarte

    1891 wurde die 22,8 Meter hohe Marienwarte am Reinberg erbaut Der Platz dafür von Maria und Johann Ploberger Platz für den Turmbau kostenlos zur Verfügung gestellt. Daher der Name

  • 135_Wels in 46,00 Sekunden Der Reinberg

    Der Reinberg in Wels Thalheim hat viele schöne Orte zu bieten.

  • 134_Wels in 46,00 Sekunden, heute Flugplatz

    Der Flugplatz Wels wurde 1972 eröffnet und bietet die Möglichkeit von Rundflügen, Fallschirmspringen, Modellflieger und Ausbildung Segelflugschein und Leichtflugpilotenlizenz