{"id":1068,"date":"2026-10-11T06:27:14","date_gmt":"2026-10-11T04:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/klezi.com\/?p=1068"},"modified":"2026-10-11T06:27:14","modified_gmt":"2026-10-11T04:27:14","slug":"260_kartoffelbraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klezi.com\/?p=1068","title":{"rendered":"260_Kartoffelbraten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">GdmLs = Geschichten die mein Leben schrieb<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"824\" src=\"https:\/\/klezi.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/ChatGPT-Image-12.-Juli-2026-14_46_06-1024x824.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1069\" style=\"aspect-ratio:1.242737152662793;width:468px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/klezi.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/ChatGPT-Image-12.-Juli-2026-14_46_06-1024x824.png 1024w, https:\/\/klezi.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/ChatGPT-Image-12.-Juli-2026-14_46_06-300x241.png 300w, https:\/\/klezi.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/ChatGPT-Image-12.-Juli-2026-14_46_06-768x618.png 768w, https:\/\/klezi.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/ChatGPT-Image-12.-Juli-2026-14_46_06.png 1398w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich an meine Kindheit zur\u00fcckdenke, denke ich oft an unsere Ferien zwischen dem achten und zw\u00f6lften Lebensjahr. Damals brauchten wir weder Handy noch Computer. Ein paar Freunde, sch\u00f6nes Wetter und eine verr\u00fcckte Idee reichten v\u00f6llig aus, um einen unvergesslichen Tag zu erleben. Eine unserer Lieblingsideen war das Kartoffelbraten an der Traun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon am Vormittag machten wir uns auf den Weg. Von Lichtenegg ging es \u00fcber den M\u00fchlbach Richtung Stefansiedlung bis hinunter zur Traun. Der Weg war fast genauso spannend wie das eigentliche Ziel. Unterwegs wurde alles gegessen, was wir fanden. Am Ufer des M\u00fchlbachs wuchsen Obst, Beeren und allerlei Gem\u00fcse. Das war unsere Wegzehrung. Hungrig musste damals jedenfalls niemand bleiben. Nur eines brauchten wir unbedingt: Feuer. Irgendwo fanden wir glimmende Glut oder bekamen von jemandem ein brennendes Streichholz. Damit z\u00fcndeten wir sp\u00e4ter unser Lagerfeuer an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Traun angekommen, lagen gleich daneben gro\u00dfe Kartoffelfelder. Aus heutiger Sicht w\u00fcrde man wohl sagen, dass wir Kartoffeln gestohlen haben. Damals waren wir aber \u00fcberzeugt, dass bei einem riesigen Feld ein paar Kartoffeln sicher niemandem auffallen w\u00fcrden. Also holte jeder ein paar St\u00fcck, wir bauten aus Steinen eine Feuerstelle und schon loderten die Flammen. Die Kartoffeln verschwanden mitten in der Glut. Es dauerte nicht lange, bis sie fertig waren. Die Schale war tiefschwarz und voller Asche, aber das st\u00f6rte uns \u00fcberhaupt nicht. Noch heute glaube ich, dass ich nie wieder so gute Kartoffeln gegessen habe wie damals am Ufer der Traun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Essen geh\u00f6rte f\u00fcr uns noch etwas dazu. Irgendjemand hatte einmal den Spruch geh\u00f6rt: \u201eNach dem Essen sollst du rauchen.\u201c Also suchten wir uns eine Liane, schnitten ein St\u00fcck ab und taten so, als w\u00e4ren wir gro\u00dfe M\u00e4nner. Das Ergebnis war katastrophal. Die Liane brannte h\u00f6llisch auf der Zunge, schmeckte f\u00fcrchterlich und brachte uns zum Husten, dass uns fast die Tr\u00e4nen kamen. Nat\u00fcrlich wollte keiner zugeben, dass ihm schlecht wurde. Jeder tat so, als w\u00e4re das v\u00f6llig normal. Schlie\u00dflich waren wir ja schon gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich heute daran denke, muss ich herzlich lachen. Aus ein paar Kartoffeln, einem Lagerfeuer und einer dummen Idee entstand einer der sch\u00f6nsten Ferientage meiner Kindheit. Genau solche einfachen Erlebnisse sind es, die man ein Leben lang nicht vergisst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GdmLs = Geschichten die mein Leben schrieb Wenn ich an meine Kindheit zur\u00fcckdenke, denke ich oft an unsere Ferien zwischen dem achten und zw\u00f6lften Lebensjahr. Damals brauchten wir weder Handy noch Computer. Ein paar Freunde, sch\u00f6nes Wetter und eine verr\u00fcckte Idee reichten v\u00f6llig aus, um einen unvergesslichen Tag zu erleben. 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